Donnerstag, 5. Februar 2015

Aston Martin oder wie die Liebe zum Auto auch sein kann

Auf meine letzten Blog, der ja nun wirklich nicht sonderlich fröhlich oder lustig war, habe ich viele aufmunternde Rückmeldungen erhalten, herzlichen Dank! Und natürlich möchte ich meiner geneigten Leserschaft auf keinen Fall eine der Geschichten vorenthalten, die ich als "Aufsteller" erhalten habe.

In einer Stadt in der Schweiz (anonymisiert, gemerkt?) gibt es ein Aston-Martin Unternehmen. Die einen oder anderen haben diesen Namen eventuell schon gehört, allenfalls sogar im Zusammenhang mit James Bond 007? Und natürlich vor allem im Zusammenhang mit schönen (gut, darüber lässt sich streiten) und teuren (darüber hingegen nicht) Autos. Dieses Unternehmen hat einen äusserst wohlhabenden Kunden, der eine ganze Sammlung dieser und anderer Autos besitzt. Seine Tiefgarage (und ja natürlich, er hat eine eigene Tiefgarage, das ist wohl selbsterklärend) ist gut gefüllt mit 20 superteuren Luxuskutschen, tschuldigung, Limousinen wollte ich sagen.
(ich entschuldige mich für die lausige Bildqualität...)
Nun ist dieser Kunde jedoch nicht nur äusserst wohlhabend, sondern zudem auch noch sehr betagt. Ob er Nachkommen (in diesem Fall viel interessanter, Erben) hat, ist mir leider nicht bekannt. Bekannt hingegen ist, dass er mit seinem Vertrauensanwalt eine Vereinbarung gemacht hat. Und zwar möchte er nicht, dass irgend jemand (offensichtlich egal wer) sich an seinen angehäuften Schätzen erfreut, oder gar bereichert. Der Kunde ist nicht nur wohlhabend und betagt, sondern darüber hinaus auch noch sehr einfallsreich, wenn es um die Vernichtung seiner materiellen Schätze geht.

Die Tiefgarage (nur noch einmal kurz zur Erinnerung: randvoll gestopft mit unvorstellbar wertvollen Autos) ist mittlerweile ausgestattet mit einer technischen Vorrichtung. Diese dient dazu, unmittelbar nach dem Ableben des betagten Herrn, die Tiefgarage mit Beton zu füllen. Selbstverständlich ohne vorher die Autos herauszufahren. Diese werden schlicht und ergreifend zubetoniert und so quasi immobil (aber auch unsichtbar und völlig wertlos) gemacht.


Zwei Gedanken hatte ich beim Lesen dieser Geschichte: Erstens musste es meinen Kollegen, der mir die Geschichte schickte, unendlich schmerzen, überhaupt Kenntnis von dieser Betonier-Anlage zu haben (und mir diesen Artikel dann auch noch weiter zu leiten, damit ich was zum Lachen habe). Niemand nämlich liebt diese Art von Autos wohl heisser und inniger als er. Für ihn kommt es wohl einer Katastrophe gleich, diese motorisierten Vierräder einfach zu vernichten, nur damit niemand davon profitieren kann. Umso mehr: Herzlichen Dank!! Zweitens habe ich mich sofort gefragt, welche Probleme man denn sonst noch auf diese Weise lösen könnte. Hm, dieser Frage gehe ich wohl lieber nicht weiter nach.

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